Seelenfutter zum Wohlfühlen: Flammkuchen

Der Herbst. Ich finde, dass der Herbst eine der schönsten Jahreszeiten ist. Natürlich mag ich auch den Sommer mit all der Hitze, den Sommerkleidchen und jeder Menge Eis, aber der Herbst ist noch mal etwas anderes. Der Herbst ist zum Wohlfühlen da. Die Blätter an den Bäumen färben sich braun, orange und gelb und werden vom Wind durch die Luft gewirbelt. Es wird wieder so früh dunkel, dass schöne Duftkerzen die Häuser in warmes Licht tauchen. Milkshakes und Smoothies werden gegen Früchtetee und Chai Latte getauscht und DVD-Abende machen mit einem Oversize-Cardigan und Wolldecke gleich mehr Spaß. Alles in allem gibt der Herbst mir ein Gefühl der Geborgenheit und Wärme, auch wenn die Temperaturen immer niedriger werden. Und auch in der Küche ändert sich mein Geschmack. Im Herbst will ich keinen Rucola-Salat oder Sushi vom Edel-Japaner. Ich möchte etwas, das mir ein warmes Gefühl im Bauch verschafft. Etwas, das ich dampfend heiß aus dem Backofen nehmen und gleich mit den Fingern auf der Couch essen kann. Etwas, das meinem Körper und auch meiner Seele gut tut. Seelenfutter, halt!

Und ich weiß, dass es nicht nur mir so geht. Sabine von punktkommatext (klickt für mehr Infos zum Blog und dem Event) hat zum Thema Seelenfutter sogar ein ganzes Kochbuch geschrieben. Nicht nur im Herbst, sondern immer wenn Gerichte nicht nur zur Nahrungsauffnahme dienen, sondern Wogen der Geborgenheit bescheren sollen, bietet Sabines Buch „Seelenfutter – Rezepte, die glücklich machen“ Rezepte für alles was das Herz begehrt. Und weil fast jeder von uns so ein Gericht hat, das einem warm um’s Herz werden lässt, hat Sabine die Blogger-Community nun dazu aufgerufen Rezepte zu eben diesen Gerichten zu teilen. Lange habe ich überlegt welches meiner Wohlfühlrezepte ich euch vorstellen soll und konnte mich erst gar nicht entscheiden. Da gibt es so viele. Ich dachte an Milchreis, an die geröstete Tomatensuppe (die habe ich euch ja aber bereits vorgestellt!), „Wurzeln-Durcheinander“ (mal wieder eins von Omma’s „Durcheinander“-Rezepten, siehe auch Wirsing-Durcheinander) und an viele weitere tolle Sachen. Entschieden habe ich mich aber letztendlich für ein Gericht, dass dampfend aus dem Ofen kommt, mit den Fingern gegessen werden kann und auch noch wunderbar zum Herbst passt. Die Rede ist vom Flammkuchen. Und hier ist meine Version davon.

Flammkuchen3

Zutaten:

Für den Teig

300g Mehl

130ml Wasser

3 EL Olivenöl

Salz

Für den Belag

1 große rote Zwiebel

2 Perlzwiebeln (rot &weiß)

1 normale Zwiebel

1 Frühlingszwiebel

6 Scheiben Serrano-Schinken

1 Becher Schmand

1 Becher Crème Double

1/2 Bund Schnittlauch (fein gehackt)

Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauchgewürz

Flammkuchen1

So wird’s gemacht:

1. Heizt den Backofen auf ca. 250°C vor.

2. Gebt alle Zutaten für den Teig in eine Küchenmaschine mit Knethaken und knetet sie zu einem Teig. Rollt den Teig nun so dünn wie möglich aus und legt ihn auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

3. Verrührt nun den Schmand und die Crème Double in einer separaten Schüssel unf fügt den Schnittlauch und die Gewürze hinzu. Verstreicht die Crème anschließend großzügig auf eurem Teigboden.

4. Schält die Zwiebeln und schneidet sie in Ringe. Verteilt nun die Zwiebeln und die Serranoscheiben auf der Crème.

5. Nach 15 Minuten im Backofen ist euer Flammkuchen fertig. Schneidet ihn am besten direkt in kleine Stücke und legt sie auf einen großen Teller. So könnt ihr den Teller einfach mit ins Wohnzimmer nehmen, euch auf der Couch in eine Wolldecke kuscheln und schlemmen. Viel Spaß!

Flammkuchen4

Flammkuchen6

Liebste Grüße,

C,

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Pizza-Party

Pizza ist ein vor dem Backen würzig belegtes Fladenbrot aus einfachem Hefeteig aus der italienischen Küche. Die heutige, international verbreitete Variante mit einer Tomatensauce und Käse als Basis stammt vermutlich aus Neapel.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

Pizza7

Ich muss ehrlich gestehen, Menschen, die keine Pizza mögen sind mir suspekt. Ich kann nicht nachvollziehen, dass man Pizza nicht mögen kann. Es gibt so viele verschiedene Variationen –  so viele Beläge, dicke Böden, dünne Böden, mit Oregano oder ohne, als Calzone verwurstet, etc. Am liebsten mag ich meine Pizza mit superdünnem Boden, süß-würziger Tomatensauce, Thunfisch und Gouda. Und wie so eine Pizza dann aussieht zeige ich euch jetzt:

Pizza6

Zutaten (für ca. 10-12 dünne Pizzen):

400g Mehl

1 Hefewürfel

1EL brauner Zucker

1EL Salz

200ml Wasser (lauwarm)

8-10 EL Olivenöl

Pfeffer, Paprika, italienische Kräuter

500ml Tomatensauce (das Rezept dazu findet ihr hier!)

Belag (Thunfisch, Salami, Spinat, Rucola, Gorgonzola, o.Ä.)

200g Gouda (geraspelt)

Pizza3

So wird’s gemacht:

1. Gebt das Mehl in die Schüssel eines Standmixers. Bildet eine kleine Kuhle in der Mitte des Mehls und fügt Hefe, Zucker, Wasser, Öl und die Gewürze hinzu.

2. Knetet den Teig nun mit einem Knethaken auf kleiner Stufe. Nehmt ihn anschließend aus der Schüssel, knetet ihn mit euren Händen zu einer Kugel und legt ihn wieder in eure Schüssel. Feuchtet nun ein Geschirrhandtuch mit heißem Wasser an und legt es über die Schüssel. Lasst den Teig nun für ca. 30 Minuten ruhen.

3. Heizt euren Ofen nun auf ca. 160°C vor.

4. Rollt den Teig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu ca. 1-2mm dünnen Kreisen aus. Gebt nun eine Saucenkelle voll Tomatensauce auf den Teig, belegt ihn nach Wahl und gebt anschließend ein wenig des geraspelten Käses drauf.

5. Die Pizza wird nun für ca. 12-15 Minuten im Ofen gebacken.

Pizza5

Und schon ist eure Pizza fertig! Ihr könnt sie nun ganz klassisch mit Messer und Gabel essen oder wie die Neapolitaner a libro („als Buch“), also doppelt zu einem Dreieck gefaltet. Das macht zwar die Finger schmutzig, aber auch viel mehr Spaß!

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Buon Appetito! 

Pizza2

Liebste Grüße,

C. 

Das Tomatensaucen-Special Teil 3

Juli62013 037

Nachdem ich euch in den letzten Tagen meine Tomatensauce in verschiedenen Variationen vorgestellt habe, kommen wir heute zum letzten Teil des Tomatensaucen-Specials. Die beiden Hauptkomponenten dieses Gerichts sind wieder Tomatensauce und Blätterteig. Dieses mal aber nicht als Snack oder Abendessen, sondern mit britischem Einfluss als deftiges Mittagessen. Hin und wieder zieht es mich kulinarisch in meine zweite Heimat England. Leider erfreut sich die britische Küche nicht immer größter Beliebtheit, dabei gibt es so viele Köstlichkeiten – vom klassischen English Breakfast, über Yorkshire Puddings bis hin zu den Gurken-Sandwiches bei der Tea-Time.  Die britische Küche bietet viele Leckereien. Als ich mich also letztens wahnsinnig britisch fühlte, dachte ich es sei Zeit für ein britisches Gericht. Und was ist britischer als Pie? Jetzt hatte ich nur noch so viel von der leckeren Hackfleisch-Tomatensauce (Rezept dazu hier!) übrig und wollte sie auch unbedingt verwenden. Irgendwie musste ich also diese beiden Dinge nun zusammenbringen. Challenge accepted! :) Entstanden ist ein „Crossover-Pie“. Seht hier was daraus geworden ist.

Blog Tomatensauce-Pie

Zutaten:

Blätterteig (so viel wie ihr für eure ausgewählte Form braucht, ich habe eine Herzkuchenform benutzt. Dafür reichte die Hälfte des ALDI-Blätterteigs von gestern)

150g Tomatensauce

300g Kartoffeln

50 ml Milch

50g Gouda (geraspelt)

1 Ei

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

50g Butter

Blog Tomatensauce-Pie2

So wird’s gemacht:

1. Kocht die Kartoffeln ohne Schale bis sie gar sind (Schneidet sie dafür in möglichst kleine Stücke, die Garzeit verringert sich dadurch), lasst sie danach in einem Sieb abtropfen. In dem heißem Topf lasst ihr die Milch zum Kochen bringen. Stampft nun die Kartoffeln mit der Milch, der Butter, Salz und Muskatnuss zu Brei.

2. Legt eure Form platzsparend auf den Blätterteig und schneidet ihn mit 2 cm Zugabe aus. Legt den Teig nun in die eingefettete Form und stecht ihn mit einer Gabel mehrmals ein.

3. Füllt nun den Kartoffelbrei in die Form und streicht ihn glatt. Das Gleiche macht ihr dann mit der Tomatensauce. Zum Abschluss streut ihr nun den Käse darüber und legt die andere Hälfte des Blätterteigs obenauf. Drückt die Ränder des Blätterteigs an die Form und schneidet den Überschuss mit einem Messer ab.

4. Verquirlt das Ei, würzt es mit Salz und Pfeffer und bestreicht den Deckel damit.

5. Nun kommt der „Crossover-Pie“ bei 180°C für ca. 45 Minuten in den Ofen.

Fertig!

Blog Tomatensauce-Pie3

Liebste Grüße,

C.

Das Tomatensaucen-Special Teil 2

Juli62013 037

Gestern habe ich euch ja schon von meiner selbstgemachten Tomatensauce berichtet (das Rezept dazu findet ihr hier!). Wie schon gesagt, schmeckt sie super zu Nudeln aller Art, aber manchmal, wirklich nur manchmal (ganz selten!) hat man ja vielleicht mal keine Lust auf Nudeln. Glücklicherweise ist diese Sauce auch noch anderweitig verwendbar, zum Beispiel als Füllung für eine XXL-Blätterteigtasche. Ich benutze fertig-gekauften Blätterteig. Dem, der ihn selbst machen möchte, wünsche ich viel Spaß! :)

Zutaten:

Blätterteig (ich benutze gern den fertigen, zusammengerollten Teig aus dem Kühlregal von ALDI)

Tomatensauce

 Käse (z.B. Gouda)

 Ei

Creme Frâiche

So wird’s gemacht:

1. Lasst den Blätterteig für ca. 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen, bloß nicht ausrollen, sonst verliert er seine blättrige Konsistenz (und dabei geht’s ja beim Blätterteig!)

2. Teilt den Blätterteig in 2 Hälften. Gebt nun die Tomatensauce auf eine der Hälften. Legt dann kleine Creme Frâiche-Häubchen auf die Sauce.

3. Verquirlt das Ei und würzt es mit Salz, Pfeffer und Paprika. Bestreicht den Rand des belegten Blätterteigs damit und legt die andere Hälfte oben drauf. Mit einer Gabel könnt ihr nun die beiden Hälften aufeinander drücken. Achtet darauf, dass die Tasche nun gut verschlossen ist.

4. Bestreicht die obere Seite der Tasche nun mit dem restlichen Ei und streut den Käse darüber.

5. Gebt die Blätterteigtasche nun für ca. 30 Minuten bei 180 °C (oder wie es auf der Verpackung eures Blätterteigs steht) in den Ofen.

Fertig!

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Die Optik überzeugt vielleicht nicht direkt auf Anhieb, der Geschmack und die Tatsache, dass das Ding in ein paar Minuten fertig ist, aber umso mehr…

Liebste Grüße,

C.

I heart Jamie

Ich muss gestehen: Ich liebe liebe liebe Jamie Oliver. Und das nicht nur, weil ich zur Hälfte Engländerin bin. Ich finde Jamie Oliver hat so viel Frische, Modernität und Einfachheit in die Küchen gebracht, wie kaum ein anderer Koch der letzten Jahre. Leider hatte ich, seit ich Jamie-Fan bin, nicht die Möglichkeit eins seiner Restaurants in England zu besuchen. War jemand von euch schon da? Erzählt mir, wie’s war, was ihr gegessen habt oder ob ihr ihn vielleicht sogar gesehen habt! Bis ich das nächste mal in England bin und „bei Jamie“ speisen kann, halten mich allerdings seine Kochsendungen über Wasser. Die 30-Minute-Meals waren ja schon sensationell, aber die 15-Minute-Meals setzen dem Ganzen die Krone auf. Super 3-Gänge-Menüs (!!) für 4 Personen, in nur 15 Minuten zubereitet. Glaubt ihr nicht? Schaltet RTL Living ein (im Free-TV laufen die neuen Folgen leider noch nicht!). Und da ich ja eine Leidenschaft für alles Süße, insbesondere alles Schokoladige habe, hat mich ein Rezept letztens ganz besonders in seinen Bann gezogen:

    Jamie’s 15-Minute-Brownies!

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Super schnell! Super einfach! Super lecker!

Zutaten:

200g Schokolade

250g Butter

200g Zucker

1 Prise Salz

6 EL Kakaopulver (gestrichen)

4 EL Mehl

1 Prise Backpulver

4 Eier

So wird’s gemacht:

1. Heizt den Ofen auf 200°C vor.

2. Gebt alle Zutaten in eine Küchenmaschine. Zuerst lasst ihr alles durchhexeln, danach verrühren.

3. Legt eine gefettete Form mit Backpapier aus und füllt den Teig etwa 2 cm hoch hinein.

4. Nun lasst ihr den Teig für 12-15 Minuten bei 200C backen. Schaut aber immer wieder mal nach. Je nach Ofen und Form dauert es mal länger, mal weniger lang!

Und schon sind die Brownies fertig. Lasst sie ein wenig abkühlen. Wartet aber nicht zu lang. Warm schmecken sie am besten. Und eine hübsche Kugel Vanilleeis hat auch noch nie geschadet. Lasst es euch schmecken…

Liebste Grüße,

C.