Blog-Event oder „Ich hasse weiße Schokolade!“

Lieblingsschokolade - Blogevent zum Start der neuen Pralinensaison (Einsendeschluss 22.10.2013)

Ich glaube, ich habe euch schon einmal erzählt, dass ich eine Aversion gegen Leute habe, die ganz wundervolle Dinge bzw. Lebensmittel nicht mögen. Ich sehe ja ein, dass es Sachen gibt, die einen so eigenen Geschmack haben, dass man sie nicht mag. Lakritze, Kaffee, Kokos oder so was. Es ist mir allerdings völlig unverständlich wie man zum Beispiel Pizza und Pommes Frites nicht mögen kann. Wie geht das? Was kann man daran NICHT mögen? Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Letztens als ich mit einer lieben Freundin (ja Caro, du bist gemeint!) im Café saß stand mir zeitweilig die Verblüffung wieder ins Gesicht geschrieben. Ich erzählte ihr vom Bloggen und dass ich letztens auf Neles Blog „Pralinenwahnsinn“ ein tolles Blogevent zum Thema Schokolade gefunden hatte. Wir sprachen darüber was ich Tolles zu Neles Blogevent beitragen könnte. Nach so vielem Gerede von Schokolade, linzte ich in die Karte des Cafés auf der Suche nach einer heißen Schokolade, um mich schon einmal in eine schokoladige Stimmung zu bringen. Ich war ganz begeistert als ich eine heiße weiße Schokolade mit Kokossirup in der Karte fand. Und ganz plötzlich, aus heiterem Himmel lies sie die Bombe platzen. „Ich hasse weiße Schokolade und ich hasse Kokos!“.

HomemadeChocolate1WEIßE Schokolade

Ich war entsetzt, perplex und ausnahmsweise einmal sprachlos (und das kommt wirklich selten vor!). Wie gesagt, Kokos ist so eine Sache. Ich kenne einige Leute (wie meinen Mann zum Beispiel), die keine Kokos-Fans sind. Aber weiße Schokolade? Ich bitte euch. Weiße Schokolade ist sozusagen die Steigerung von Vollmilchschokolade. Der Genuss schlechthin. Und sie haut raus, dass sie weiße Schoki nicht mag. Komisch. Ich sag euch, ich sehe sie jetzt mit ganz anderen Augen (auch wenn sie immer noch meine allerliebste Caro ist!). Und weil ich jetzt gerade beim Schreiben dieses Artikels schon wieder ganz aufgewühlt und durcheinander bin, weil ich gar nicht weiß wie man so Anti-Weiße-Schokolade sein kann, weiß ich gar nicht wie ich nun die Überleitung zu Neles Blogevent hinbekommen soll. Egal. Liebe Nele, vielen Dank für die tolle Aktion. Und auch wenn ich in diesem Artikel ein wenig vom Thema abgekommen bin, denke ich, dass manche Geschichten einfach erzählt werden müssen. :) Ich hoffe, du verstehst das (bitte sag mir nicht, dass du auch keine weiße Schokolade magst!!). Dafür ist meine Kreation umso schokoladiger. Es handelt sich um Bruchschokolade mit diversen Extras. Von Pistazien, über Gummibärchen bis hin zu essbaren Rosenblüten, ich habe ein wenig herumexperimentiert und die besten Schokoladen zusammengestellt und in kleine Tütchen verpackt. Super süß zum Verschenken und eine Freude machen. Probiert’s doch auch mal aus.

HomemadeChocolate2

Zutaten:

2 x Vollmichkuvertüre (gute Qualität)

2 x weiße Kuvertüre (gute Qualität)

wonach euch der Sinn steht

HomemadeChocolate4Black&White Chocolate mit karamellisierten Mandelstiften

So wird’s gemacht:

1. Schmelzt die Kuvertüre langsam im Wasserbad. Achtet darauf, dass die Schokolade nicht allzu heiß wird. Wer genaue Temperaturangaben haben möchte, schaut am besten mal bei Pralinenwahnsinn rein. Nele hat echt Ahnung davon! :)

2. Lasst die Kuvertüre nun ein wenig abkühlen und gebt sie dann entweder in entsprechende Förmchen oder streicht sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett.

3. Gebt jetzt die Zutaten eurer Wahl hinzu. Stellt die Schokolade nun für ein paar Stunden kalt und lasst sie erstarren.

(Für die Pralinchen habe ich weiße und Vollmilchkuvertüre mit frischgepresstem Orangensaft gemischt und verrührt bis eine etwas dickflüssige Masse entstanden ist. Dann habe ich so viel Puderzucker hinzugemischt bis die Masse eine teigartige Konsistenz hatte und habe daraus kleine Kugeln geformt. Die Kugeln habe ich in kleine Pralinenförmchen gelegt und mit flüssiger Kuvertüre begossen. Kaltstellen und fertig!)

HomemadeChocolate7

Und schon habt ihr tolle, selbst kreierte Schokolade.

HomemadeChocolate3Weiße Schokolade mit Rosenblüten

HomemadeChocolate5Schoki mit Meersalz, Rosenblüten, Chilli und Mandelstiften

HomemadeChocolate6Pralinchen aus Orangenschokolade

Die schönen Etiketten habe ich übrigens von „die Schönhaberei“

Liebste Grüße,

C.

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Die Fashion Week und ihre total individuellen Leute

BFW

Nun ist sie offiziell zu Ende – die Mercedes Benz Fashion Week Berlin. Tage voller interessanter Menschen, toller Eindrücke und natürlich Mode, Mode, Mode. Berlin hat sich in der vergangenen Woche besonders chic gemacht. Von Männern in Brautkleidern über Models in Echthaar-Gewändern bis hin zu Gentlemen mit Smoking und Hund war alles dabei. Die Modebegeisterten werfen sich in Schale – mal mehr, mal weniger gelungen. Vieles sieht toll, neu, anders aus, manches nur bemüht. Ich finde es toll, wenn Menschen ihren eigenen Style entdecken und diesem treu bleiben, auch wenn sie dadurch deutlich aus der Menge herrausstechen. Sich aber nur auf eine bestimmte Weise zu kleiden, um aufzufallen finde ich hingegen albern. Ich frage mich dann, trägt dieser vollbärtige End-Zwanziger diesen bunten, zum Dutt geformten, Turban und die hellrosa lackierten Fussnägel, weil er es schön findet oder nur damit er auffällt? Oder dieses junge Mädchen. Findet sie wirklich, dass kurze Leo-Hotpants, ein buntes Batik-Top mit hallbrauner Cowgirl-Wildleder-Weste und schwarze Creepers mit Superman-Socken wirklich so gut zusammen passen oder geht es wieder nur darum „anders“ zu sein? Nicht „so kommerziell“. Nicht „so mainstream“. Eine Künstlerin, die nebenbei Velo-Taxi fährt um sich über Wasser zu halten, hat es bei unserer Tour durch den Tiergarten auf den Punkt gebracht „In Berlin gehört schon einiges dazu, um aufzufallen“. Das ist defintiv richtig. Aber ist das denn dann noch authentischer Style oder verzweifeltes Hinterhergerenne nach allem was ansatzweise „trendy“ ist? Witzig ist auch, dass diese hippen, total individuellen Fashion-Leute irgendwie alle gleich aussehen. Hier sind vielleicht Jeans und T-Shirt nicht die gängige Uniform, aber jeder Zweite trägt Beanies und Creepers und hat den halben Kopf rasiert. Ist man also wirklich „anders“, wenn man trotzdem so aussieht wie jeder Zweite? Oder ist man dann „Hipster-Mainstream“? Ich bin dafür, einfach das zu tragen was einem wirklich gefällt, was einen selbst reflektiert und sich nicht für jemanden auszugeben, der wahrscheinlich gerade im Trend liegen würde – aber natürlich trotzdem total anders ist.

Liebste Grüße,

C.