Seelenfutter zum Wohlfühlen: Flammkuchen

Der Herbst. Ich finde, dass der Herbst eine der schönsten Jahreszeiten ist. Natürlich mag ich auch den Sommer mit all der Hitze, den Sommerkleidchen und jeder Menge Eis, aber der Herbst ist noch mal etwas anderes. Der Herbst ist zum Wohlfühlen da. Die Blätter an den Bäumen färben sich braun, orange und gelb und werden vom Wind durch die Luft gewirbelt. Es wird wieder so früh dunkel, dass schöne Duftkerzen die Häuser in warmes Licht tauchen. Milkshakes und Smoothies werden gegen Früchtetee und Chai Latte getauscht und DVD-Abende machen mit einem Oversize-Cardigan und Wolldecke gleich mehr Spaß. Alles in allem gibt der Herbst mir ein Gefühl der Geborgenheit und Wärme, auch wenn die Temperaturen immer niedriger werden. Und auch in der Küche ändert sich mein Geschmack. Im Herbst will ich keinen Rucola-Salat oder Sushi vom Edel-Japaner. Ich möchte etwas, das mir ein warmes Gefühl im Bauch verschafft. Etwas, das ich dampfend heiß aus dem Backofen nehmen und gleich mit den Fingern auf der Couch essen kann. Etwas, das meinem Körper und auch meiner Seele gut tut. Seelenfutter, halt!

Und ich weiß, dass es nicht nur mir so geht. Sabine von punktkommatext (klickt für mehr Infos zum Blog und dem Event) hat zum Thema Seelenfutter sogar ein ganzes Kochbuch geschrieben. Nicht nur im Herbst, sondern immer wenn Gerichte nicht nur zur Nahrungsauffnahme dienen, sondern Wogen der Geborgenheit bescheren sollen, bietet Sabines Buch „Seelenfutter – Rezepte, die glücklich machen“ Rezepte für alles was das Herz begehrt. Und weil fast jeder von uns so ein Gericht hat, das einem warm um’s Herz werden lässt, hat Sabine die Blogger-Community nun dazu aufgerufen Rezepte zu eben diesen Gerichten zu teilen. Lange habe ich überlegt welches meiner Wohlfühlrezepte ich euch vorstellen soll und konnte mich erst gar nicht entscheiden. Da gibt es so viele. Ich dachte an Milchreis, an die geröstete Tomatensuppe (die habe ich euch ja aber bereits vorgestellt!), „Wurzeln-Durcheinander“ (mal wieder eins von Omma’s „Durcheinander“-Rezepten, siehe auch Wirsing-Durcheinander) und an viele weitere tolle Sachen. Entschieden habe ich mich aber letztendlich für ein Gericht, dass dampfend aus dem Ofen kommt, mit den Fingern gegessen werden kann und auch noch wunderbar zum Herbst passt. Die Rede ist vom Flammkuchen. Und hier ist meine Version davon.

Flammkuchen3

Zutaten:

Für den Teig

300g Mehl

130ml Wasser

3 EL Olivenöl

Salz

Für den Belag

1 große rote Zwiebel

2 Perlzwiebeln (rot &weiß)

1 normale Zwiebel

1 Frühlingszwiebel

6 Scheiben Serrano-Schinken

1 Becher Schmand

1 Becher Crème Double

1/2 Bund Schnittlauch (fein gehackt)

Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauchgewürz

Flammkuchen1

So wird’s gemacht:

1. Heizt den Backofen auf ca. 250°C vor.

2. Gebt alle Zutaten für den Teig in eine Küchenmaschine mit Knethaken und knetet sie zu einem Teig. Rollt den Teig nun so dünn wie möglich aus und legt ihn auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

3. Verrührt nun den Schmand und die Crème Double in einer separaten Schüssel unf fügt den Schnittlauch und die Gewürze hinzu. Verstreicht die Crème anschließend großzügig auf eurem Teigboden.

4. Schält die Zwiebeln und schneidet sie in Ringe. Verteilt nun die Zwiebeln und die Serranoscheiben auf der Crème.

5. Nach 15 Minuten im Backofen ist euer Flammkuchen fertig. Schneidet ihn am besten direkt in kleine Stücke und legt sie auf einen großen Teller. So könnt ihr den Teller einfach mit ins Wohnzimmer nehmen, euch auf der Couch in eine Wolldecke kuscheln und schlemmen. Viel Spaß!

Flammkuchen4

Flammkuchen6

Liebste Grüße,

C,

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Blog-Event oder „Ich hasse weiße Schokolade!“

Lieblingsschokolade - Blogevent zum Start der neuen Pralinensaison (Einsendeschluss 22.10.2013)

Ich glaube, ich habe euch schon einmal erzählt, dass ich eine Aversion gegen Leute habe, die ganz wundervolle Dinge bzw. Lebensmittel nicht mögen. Ich sehe ja ein, dass es Sachen gibt, die einen so eigenen Geschmack haben, dass man sie nicht mag. Lakritze, Kaffee, Kokos oder so was. Es ist mir allerdings völlig unverständlich wie man zum Beispiel Pizza und Pommes Frites nicht mögen kann. Wie geht das? Was kann man daran NICHT mögen? Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Letztens als ich mit einer lieben Freundin (ja Caro, du bist gemeint!) im Café saß stand mir zeitweilig die Verblüffung wieder ins Gesicht geschrieben. Ich erzählte ihr vom Bloggen und dass ich letztens auf Neles Blog „Pralinenwahnsinn“ ein tolles Blogevent zum Thema Schokolade gefunden hatte. Wir sprachen darüber was ich Tolles zu Neles Blogevent beitragen könnte. Nach so vielem Gerede von Schokolade, linzte ich in die Karte des Cafés auf der Suche nach einer heißen Schokolade, um mich schon einmal in eine schokoladige Stimmung zu bringen. Ich war ganz begeistert als ich eine heiße weiße Schokolade mit Kokossirup in der Karte fand. Und ganz plötzlich, aus heiterem Himmel lies sie die Bombe platzen. „Ich hasse weiße Schokolade und ich hasse Kokos!“.

HomemadeChocolate1WEIßE Schokolade

Ich war entsetzt, perplex und ausnahmsweise einmal sprachlos (und das kommt wirklich selten vor!). Wie gesagt, Kokos ist so eine Sache. Ich kenne einige Leute (wie meinen Mann zum Beispiel), die keine Kokos-Fans sind. Aber weiße Schokolade? Ich bitte euch. Weiße Schokolade ist sozusagen die Steigerung von Vollmilchschokolade. Der Genuss schlechthin. Und sie haut raus, dass sie weiße Schoki nicht mag. Komisch. Ich sag euch, ich sehe sie jetzt mit ganz anderen Augen (auch wenn sie immer noch meine allerliebste Caro ist!). Und weil ich jetzt gerade beim Schreiben dieses Artikels schon wieder ganz aufgewühlt und durcheinander bin, weil ich gar nicht weiß wie man so Anti-Weiße-Schokolade sein kann, weiß ich gar nicht wie ich nun die Überleitung zu Neles Blogevent hinbekommen soll. Egal. Liebe Nele, vielen Dank für die tolle Aktion. Und auch wenn ich in diesem Artikel ein wenig vom Thema abgekommen bin, denke ich, dass manche Geschichten einfach erzählt werden müssen. :) Ich hoffe, du verstehst das (bitte sag mir nicht, dass du auch keine weiße Schokolade magst!!). Dafür ist meine Kreation umso schokoladiger. Es handelt sich um Bruchschokolade mit diversen Extras. Von Pistazien, über Gummibärchen bis hin zu essbaren Rosenblüten, ich habe ein wenig herumexperimentiert und die besten Schokoladen zusammengestellt und in kleine Tütchen verpackt. Super süß zum Verschenken und eine Freude machen. Probiert’s doch auch mal aus.

HomemadeChocolate2

Zutaten:

2 x Vollmichkuvertüre (gute Qualität)

2 x weiße Kuvertüre (gute Qualität)

wonach euch der Sinn steht

HomemadeChocolate4Black&White Chocolate mit karamellisierten Mandelstiften

So wird’s gemacht:

1. Schmelzt die Kuvertüre langsam im Wasserbad. Achtet darauf, dass die Schokolade nicht allzu heiß wird. Wer genaue Temperaturangaben haben möchte, schaut am besten mal bei Pralinenwahnsinn rein. Nele hat echt Ahnung davon! :)

2. Lasst die Kuvertüre nun ein wenig abkühlen und gebt sie dann entweder in entsprechende Förmchen oder streicht sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett.

3. Gebt jetzt die Zutaten eurer Wahl hinzu. Stellt die Schokolade nun für ein paar Stunden kalt und lasst sie erstarren.

(Für die Pralinchen habe ich weiße und Vollmilchkuvertüre mit frischgepresstem Orangensaft gemischt und verrührt bis eine etwas dickflüssige Masse entstanden ist. Dann habe ich so viel Puderzucker hinzugemischt bis die Masse eine teigartige Konsistenz hatte und habe daraus kleine Kugeln geformt. Die Kugeln habe ich in kleine Pralinenförmchen gelegt und mit flüssiger Kuvertüre begossen. Kaltstellen und fertig!)

HomemadeChocolate7

Und schon habt ihr tolle, selbst kreierte Schokolade.

HomemadeChocolate3Weiße Schokolade mit Rosenblüten

HomemadeChocolate5Schoki mit Meersalz, Rosenblüten, Chilli und Mandelstiften

HomemadeChocolate6Pralinchen aus Orangenschokolade

Die schönen Etiketten habe ich übrigens von „die Schönhaberei“

Liebste Grüße,

C.

Happy World Bread Day!

World Bread Day 2013 - 8th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!

Heute ist World Bread Day! Dieser Tag wird seit 2006 von (Food-)Bloggern dazu genutzt das Brot zu feiern. Das Brot ist gerade in Deutschland eins der beliebtesten Lebensmittel überhaupt. Mit über 700 Brotsorten leben wir hier quasi im Brot-Paradies! Leider haben nicht alle Menschen auf dieser Welt das Glück genügend Lebensmittel zur Verfügung zu haben um jeden Tag satt zu werden. Auch daran soll uns der World Bread Day erinnern. Ich finde, das sind mehr als genug Gründe um dem Aufruf von zorra von kochtopf.me (klickt für mehr Infos) zu folgen. Sie hatte die Idee 365 Brotrezepte und somit ein Rezept für jeden Tag im Jahr zu sammeln. Dabei wird nicht nur die große Brot-Vielfalt dargestellt, sondern auch Anregung für neue Back-Experimente gegeben. Für mich war sofort klar, dass mein Beitrag zu dieser tollen Aktion ein Körnerbrot sein muss. Ich liebe Körnerbrot. Am liebsten noch warm mit Serrano-Schinken. Ich habe also ein paar Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Haselnüsse & Co zusammengeschmissen und was dabei herausgekommen ist, seht ihr hier:

Körnerbrot5

Zutaten:

500ml Wasser (lauwarm)

600g Weizenmehl

100g Kürbiskerne (+ ein paar für oben drauf)

30g Sonnenblumenkerne (+ ein paar für oben drauf)

70g Haselnüsse (grob gehackt)

2 Tüten Trockenhefe

1 TL Zucker

3 TL Salz

Körnerbrot3

Körnerbrot1

Körnerbrot2

So wird’s gemacht:

1. Gebt alle Zutaten in eure Köchenmaschine mit Knethaken. Lasst alles ordentlich durchkneten.

2. Lasst den Teig nun abgedeckt an einem warmen Ort für 40 Minuten gehen und heizt euren Backofen auf 200°C vor.

3. Knetet den Teig nun noch einmal kräftig mit euren Händen und legt ihn auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Streut ein paar Sonnenblumen- und Kürbiskerne darüber und bestäubt das Brot mit etwas Mehl.

4. Nach ca. 60 Minuten ist das Brot fertig.

Happy World Bread Day!

Körnerbrot7

Körnerbrot6

Körnerbrot4

Liebste Grüße,

C.

Kürbiscremesuppe – was sonst!?

Leute, der Herbst hat uns nun endgültig eingeholt! Und was bereitet jeder gewissenhafte (Hobby-) Koch da zu? Richtig, eine Kürbiscremesuppe! Also los geht’s… :)

Kürbiscremesuppe1

Zutaten:

1 Speisekürbis

4 Kartoffeln

4 Karotten

1 Stück Ingwer (ca. 2cm groß)

1 TL Korianderpulver (gemahlen)

1 TL Kreuzkümmel

1 Nelke

Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer und Zimt

1 EL Kürbiskernöl

1 Handvoll Kürbiskerne

Kürbiscremesuppe2

So wird’s gemacht:

1. Halbiert den Kürbis, löst die Kerne heraus und schneidet ihn in kleine Stücke. Schält auch die Kartoffeln und die Karotten und würfelt sie.

2. Gebt das Gemüse in einen Topf und bedeckt es mit der Gemüsebrühe. Lasst das Gemüse köcheln bis es gar und weich ist.

3. Püriert das Gemüse samt Brühe zu einer homogenen Masse, reibt den Ingwer und die Nelke hinein rührt den Kreuzkümmel und das Korianderpulver unter. Schmeckt eure Suppe nun noch mit Salz, Pfeffer und Zimt ab.

4. Röstet die Kürbiskerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett. Jetzt könnt ihr eure Kürbiscremesuppe in einer schönen Schüssel servieren. Gebt ein paar Kürbiskerne auf die Suppe und beträufelt sie mit dem Kürbiskernöl.

Fertig!

Kürbiscremesuppe3

Liebste Grüße,

C.

 

Side: Ein Reisebericht – Teil 1

Hallo ihr Lieben,

heute erwartet euch, wie versprochen, der 1. Teil des Urlaubsrückblicks. Ich habe mit meiner Familie im September eine wunderschöne Woche in Side verbracht. An der türkischen Riviera gelegen, ist Side ein Magnet für Touristen, die auf der Suche nach Sonne, Strand und Meer sind. Übernachtet haben wir im Sidekum-Hotel, einem 5-Sterne-Hotel im Ort Kumköy. Unsere Tage haben wir hauptsächlich am Kinderpool verbracht. Eine kleine Rutsche in Form eines Elefanten wurde für unsere Tochter nicht langweilig. Im Minutentakt sauste sie die Rutsche herunter und machte schnell neue Freunde.

22Die türkische Fahne (von der anderen Seite fotografiert :))

Ganz besonders hatte es ihr das „Gözleme“ angetan. Gözleme ist eine Art türkischer Crêpe, der von einer netten Dame in einer Strandhütte zubereitet wurde. Jeden Tag besuchte Emmi die „Gözleme-Dame“ um ihre tägliche Ration abzuholen und nebenbei das ein oder andere Wort Türkisch zu lernen.

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Die „Gözleme-Dame“ bei der Zubereitung der türkischen Crêpes.

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Was für Emmi das Gözleme, war für mich der Spa-Besuch mein persönliches Highlight. Nach einem kurzen „Aufwärmen“ in der Sauna (es war ja auch nicht heiß genug…), gab es ein Schaumbad im Hamam. Bei diesem Schaumbad hat mich die „Bademeisterin“ immer wieder mit Schüsseln voller heißem Wasser übergossen. Anschließend wurde ein Baumwollsack eingeseift, in der Luft geschwenkt und der Schaum auf den Körper gestreift um dann wieder mit Wasser abgespült zu werden. Eine fast schon meditative Wirkung hatte der immer fortwährende Gesang der Bademeisterin, der leise durch den Raum hallte. Auch die Massage im Anschluss war schön und entspannend, aber die Erfahrung von einer fremden Person gewaschen zu werden, war wirklich gewöhnungsbedürftig, aber auch toll. Von diesem Ereignis habe ich natürlich keine Fotos gemacht, aber ich empfehle euch so ein Schaumbad einfach mal selbst auszuprobieren. Hamams gibt es ja mittlerweile auch in einigen größeren Städten in Deutschland.

Nur auf der faulen Haut gelegen haben wir aber auch nicht. Da mein Mann ein großer Sightseeing-Fan ist und ganz besonders interessiert ist an allem was antik ist, haben wir natürlich einen Trip in die „alte Stadt“ gemacht. Nachdem wir das alte Amphitheater, den Apollontempel und weitere Ruinen besichtigt haben ging es für ein Stündchen auf’s Boot. Mit dem Wind in den Haaren und dem Rauschen der Wellen im Ohr, konnte man auch hier die Seele baumeln lassen.

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Alte Ruinen in der Altstadt Sides

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21Der Apollontempel

23Sides Altstadt vom Wasser

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Eine Bootsfahrt vor der Küste Sides

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Im 2. Teil des Reiserückblicks erzähle ich euch noch mehr von unserem Hotel, den Leckereien und dem tollen Freizeitaktivitäten, die uns dort geboten wurden.

Liebste Grüße,

C.

Ich bin wieder hier – in meinem Revier!

Hallo ihr Lieben,

da bin ich wieder! Braun gebrannt und gut erholt aus dem Urlaub. Wir waren jetzt eine wunderschöne Woche lang in Side, Türkei und ich muss sagen, es war wirklich traumhaft! Das Hotel war schön, das Essen war köstlich und die Stadt wirklich sehenswert!

Die Tage vor dem Urlaub waren leider nicht so schön, da Neckermann Reisen uns 5 Tage vor Urlaubsantritt mitgeteilt hat, dass unser Hotel überbucht ist. Die vorgeschlagene Alternative war leider gar nichts für uns, da diese, mit Steinstrand und ohne separatem Kinderpool, nicht so kinderfreundlich war, wie wir uns das erhofft hatten. Nach stundenlangem telefonieren und vertröstet werden, wurde dann sogar während des Telefonats einfach aufgelegt. So viel Unfreundlichkeit wollten wir uns dann nicht bieten lassen und haben die Reise kurzerhand storniert – 4 Tage vor Urlaubsantritt! Da war Nervenkitzel angesagt, das verspreche ich euch! :) Nach weiteren Besuchen in Reisebüros und wahnhafter Internetrecherche konnten wir dann doch noch ein Hotel finden, das uns ansprach. Das nenne ich „Last Minute“! :)

Aber nun gut, kaum in der Hitze der Türkei angekommen, war jeglicher Ärger vergessen und auch das warme Meerwasser am Strand von Side wusch die letzten Alltagsgedanken ab. Außer einem Tagestrip in die „alte Stadt“ von Side, waren die Tage gefüllt mit Essen, Faulenzen, Schwimmen und Sonnenbaden. Ein Urlaub ganz nach meinem Geschmack. In den nächsten Tagen werden noch ein paar Eindrücke folgen. Auch das Rezept für den Shepherd’s Pie bin ich euch noch schuldig – ich hab’s nicht vergessen! :)

Liebste Grüße,

C.

 

Lachsfilet mit Kartoffeln an Kräuterquark

Obwohl die Wetterfrösche vorhersagen, dass es in den nächsten Tagen und Wochen noch einmal richtig warm wird, habe ich das Gefühl, der Sommer sei in den letzten Zügen. Das Blau des Himmels wird immer öfter durch dunkles Grau durchzogen und der Wind, der zunehmend weht, riecht immer mehr nach Herbst. Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen! Es ist auch keine wissenschaftliche Erkenntnis! Eher ein Gefühl, dass mich dazu bringt, mich schon langsam mental vom Sommer zu verabschieden.

Um diesem Gefühl zu trotzen und dem kalten Wind die kalte Schulter zu zeigen, hatte ich heute Lust auf ein leichtes, sommerliches Gericht. Frischer Quark, Petersilie, Lachsfilet – alles schreit „Sommer“! Wenn nicht draußen, dann wenigstens auf dem Teller…

Kräuterlachs2

Zutaten:

500g Speisequark

150g Joghurt

1-2 Knoblauchzehen (je nachdem ob ihr danach noch Knutschen wollt oder nicht!)

1 Bd. Petersilie

1 Spritzer Olivenöl

Saft einer 1/2 Zitrone

1 TL brauner Zucker

250g Lachs

250g Kartoffeln (gute Qualität, die Schale bleibt dran!)

Salz, Cayennepfeffer, Knoblauchgewürz, Paprika

Kräuterlachs1

So wird’s gemacht:

1. Säubert die Kartoffeln, schneidet sie samt Schale in gleich große Stücke und kocht sie in gesalzenem Wasser bis sie gar sind.

2. In der Zwischenzeit gebt ihr die Petersilie und den Knoblauch (natürlich ohne Schale) in einen Standmixer und püriert beides bis eine Art Paste entstanden ist. Fügt nun Quark, Joghurt, Zitronensaft, Zucker, Salz, Pfeffer, Knoblauchgewürz und Paprika hinzu und lasst alles ordentlich durchmixen. Beträufelt den Kräuterquark anschließend mit etwas Olivenöl und stellt ihn erst einmal beiseite.

3. Bratet den Lachs in einer heißen Pfanne scharf an und würzt ihn mit Salz, Pfeffer, Knoblauchgewürz, Paprika und Zitronensaft.

4. Nachdem die Kartoffeln gegart sind, lasst sie ein wenig abkühlen und vermengt sie anschließend mit 3/4 des Kräuterquarks. Richtet die Quark-Kartoffeln auf einem Teller an und legt den Lachs, in Stücke gerissen, obenauf. Legt einen großen Löffel dazu, so kann sich jeder selbst bedienen. Stellt den restlichen Quark in einer kleinen Schüssel dazu.

Kräuterlachs3

Guten Appetit!

Liebste Grüße,

C.

Makrele auf Pesto (Blog-Event)

Banner August-Blog-Event Fisch & Meeresfrüchte Schätze aus meiner Küche

Heute bin ich auf ein weiteres Blog-Event gestoßen, an dem ich einfach nicht vorbeiziehen konnte. Marie von „Schätze aus meiner Küche“ hat dazu aufgerufen Gerichte zum Thema Fisch & Meeresfrüchte vorzustellen. Ein schönes Thema, wie ich finde. Denn auch ich, als bekennender Fleisch-Fanatiker esse sehr gern alles was aus dem Meer kommt! Sei es Fisch, Muscheln, Garnelen, Tintenfisch, etc. – wenn es gut zubereitet ist, bin ich dabei! Da ich es ja aber gern auch ein wenig deftiger mag, stehe ich vor allem auf alles Geräucherte. Dem rauchig-würzigen Aroma kann ich meist einfach nicht widerstehen. Mein All-Time-Favourite ist dabei die Räuchermakrele. Rauchig, salzig, fischig, lecker! Und gepaart mit Spaghetti und frischem Pesto ist sie ein Gedicht. Seht selbst!

Pesto4

Zutaten:

200g Spaghetti

2EL Pesto (das Rezept dazu findet ihr hier!)

1/2 Makrele (geräuchert)

Parmesan

Makrele1

So wird’s gemacht:

1. Bereitet die Nudeln nach Packungsanleitung zu.

2. Entgrätet die Makrele und löst das Fleisch vom Körper.

3. Vermengt nun die fertigen Nudeln mit dem Pesto und richtet sie auf einem schönen Teller an.

4. Legt nun die, in Stücke gerissene (macht’s ruhig rustikal mit euren Händen!) Makrele auf die Spaghetti und reibt ein wenig Parmesan dazu.

So schnell ist ein sommerlich-leichtes Gericht fertig, dass nach Urlaub schmeckt!

Makrele2

Guten Appetit!

Makrele3

Liebste Grüße,

C.

Blog-Event: Outtakes from your kitchen

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Gestern Abend bin ich durch’s Internet gesurft und habe mir alle möglichen Food-Blogs angeschaut. Ich bin immer noch total begeistert von der Vielfalt und vor allem von dem Charme, den fast jeder einzelne Blog für sich hat. Von den vielen Inspirationen zu neuen Rezepten ganz zu schweigen. Besonders toll und für mich als Blog-Anfänger ganz neu, fand ich die Blog-Events, an denen viele Blogger teilnehmen. Wobei es bei den meisten Events natürlich um die schönsten und besten Rezepte geht, fiel mir besonders ein Event in’s Auge bei dem das nicht so ist. Mit „Outtakes from my kitchen“ haben Zorra von kochtopf und Melanie von Pimpimella eine andere Art von Event kreiert. Es geht hierbei um all die Rezepte und Gerichte, die eben nicht so besonders gelungen sind. Und lasst euch gesagt sein, davon habe ich eine Menge! Als erstes musste ich da an eine meiner jüngsten Kuchenback-Aktionen denken.

2013-07-15 Curry 015

Wie ich euch bereits berichtet habe, habe ich vor Kurzem dieses wundervolle Buch von der Hummingbird Bakery erstanden. Und da ich ja ein kleiner Chocoholic bin, haben mich die Brownies sofort in ihren Bann gezogen. Nachdem ich die Zutatenliste studiert hatte, stellte sich relativ schnell heraus das mir ein Ei fehlte. Ich habe in meinem Leben schon viele Backsendungen im TV gesehen und in fast jeder wird mehrmals betont, dass das „Backwerk“ nur dann gut wird, wenn man sich exakt an die Mengenangaben hält – nichts dazu, nichts zu wenig, nichts ersetzen. Und obwohl ich eigentlich genau weiß, dass ausgebildete und renommierte TV-Konditoren höchstwahrscheinlich ein bisschen mehr Erfahrung haben als ich, weiß ich es doch ausnahmslos jedes Mal besser. Ich gebe dann so etwas wie „Kuchen backen ein Ei fehlt“ bei Google ein und finde immer hunderte von Hobbykonditoren, die auch immer viel  mehr wissen, als die, die das Backen zum Beruf gemacht haben. Ich finde dann merkwürdige Antworten, wie „1 Ei durch 1 EL Öl ersetzen“, „Ei kann man nicht ersetzten“, „Ei einfach weglassen“ oder „Ei abwiegen, irgendwas subtrahieren, mal 2 nehmen und das dann in Form von Öl hinzugeben“, etc. Eigentlich müssten bei solchen Antworten ja schon alle Alarmglocken schrillen und die Fahne gehisst werden, auf der steht „Lass es sein!“. Aber nein. Ich glaube denen, ich suche mir die Antwort aus, die am wenigsten komisch klingt (in diesem Fall war das tatsächlich „1 Ei durch 1 EL Öl ersetzen“!) und ziehe das dann knallhart durch.

2013-07-15 Curry 010

Bei diesem Experiment gab es aber noch einen Punkt, der erschwerend hinzukam. Und zwar hatte ich einen Tag zuvor eine schöne neue Springform bekommen. Eine mit nur 20 cm Durchmesser, wie ich sie schon so lange so gern haben wollte. Ja, ich weiß was ihr jetzt denkt – Brownies macht man doch auf einem Blech oder in einer speziellen Brownie-Form. Ich weiß! Aber die Springform war so schön neu und unbenutzt. Ich musste sie einfach benutzen und aus so einem Brownie-Teig kann man doch ganz leicht einen Kuchen machen oder nicht!?

2013-07-15 Curry 014

Es ging also los. 1 EL Öl, statt 1 Ei, alles in die Springform und wie im Rezept angegeben für 25 Minuten in den Backofen. Richtig, der aufmerksame Leser wird auch hier wieder stutzig. Einem Menschen mit einigermaßen gesundem Menschenverstand und ein wenig Erfahrung in der Küche ist schnell klar, dass sich die Backzeit bei veränderter Kuchenform in 99,9% der Fälle auch verändert. Hatte ich ja nun meinen Teig nicht flach auf ein großes Blech gegeben, sondern relativ hoch in meine kleine (aber neue!) Springform gefüllt.  Nun ja, auf Grund eines temporären Black-Outs (anders kann ich es mir nicht erklären!) war mir das in dem Moment nicht so klar. Ich nahm dem Kuchen aus dem Ofen und lies ihn, samt Springform ordentlich abkühlen. Ein paar Stunden später begab ich mich dann in freudiger Erwartung und mit großem Appetit in die Küche. Leider war die Begeisterung nicht von Dauer. Als ich die Springform löste, verwandelte sich mein Browniekuchen in einen Brownie-Vulkan, der langsam, aber stetig Schoko-Lava ausspuckte. Er brach und zerfloss einfach und ich konnte nichts tun. Und wollte es auch nicht mehr.

2013-07-15 Curry 011

Ich muss sagen, dass der Kuchen geschmacklich wirklich toll war. Die Konsistenz erinnerte allerdings eher an einen Schoko-Pudding. Die dazugehörigen Fotos, die ich in einem leichten Anflug von Optimismus (oder zur Beweismittelführung) trotzdem machte, zeigen all das Elend. Und eigentlich wollte ich sie tief unten in meinem Archiv für Misslungenes vergraben, aber anlässlich dieses Events habe ich mich nun dazu entschlossen sie euch doch zu zeigen und dazu zu stehen.

2013-07-15 Curry 007

So! Nun dürft ihr lachen. Ich drohe verspreche euch aber – der nächste Schokokuchen kommt bestimmt!

Liebste Grüße,

C.